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Schilddrüsenkrebs - Krebsarten (Teil 2)

  • Autorenbild: mate trogrlic
    mate trogrlic
  • 21. Jan. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Weitere Informationen zu den einzelnen Arten von Schilddrüsenkrebs



Papillares Schilddrüsenkarzinom

Das papilläre Schilddrüsenkarzinom ist der häufigste Typ von Schilddrüsenkrebs. Es macht etwa 80 % aller Schilddrüsenkarzinome aus. Das papilläre Schilddrüsenkarzinom wächst in der Regel langsam (langsames Wachstum) und hat eine gute Prognose.

Die Ausbreitung erfolgt vorwiegend lymphogen (Lymphgefäße, Lymphknoten)

Die Heilungschancen bei einem papillären Schilddrüsenkarzinom sind sehr gut, wenn der Tumor frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird. Bei einer Operation der gesamten Schilddrüse mit anschließender Radiojodtherapie beträgt die Heilungsrate über 90 %.



Follikuläres Schilddrüsenkarzinom

Das follikuläre Schilddrüsenkarzinom macht etwa 10 % aller Schilddrüsenkarzinome aus. Es wächst ebenfalls in der Regel langsam und hat eine gute Prognose, wenn es frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird.

Die Ausbreitung erfolgt vorwiegend hämatogen (durch Blutgefäße in verschiedene Organe wie Knochen und Lungen).

Die Heilungschancen bei einem follikulären Schilddrüsenkarzinom sind etwas schlechter als bei einem papillären Schilddrüsenkarzinom. Bei einer Operation der gesamten Schilddrüse mit anschließender Radiojodtherapie beträgt die Heilungsrate etwa 80 %.



Anaplastisches Schilddrüsenkarzinom

Das anaplastische Schilddrüsenkarzinom ist der seltenste Typ von Schilddrüsenkrebs. Es wächst sehr schnell und ist sehr aggressiv. Das anaplastische Schilddrüsenkarzinom hat eine schlechte Prognose.

Die Heilungschancen bei einem anaplastischen Schilddrüsenkarzinom sind sehr gering. Bei einer Operation und anschließender Chemotherapie beträgt die Heilungsrate nur etwa 5 %.

Anaplastische Schilddrüsenkarzinome weisen keine Jodspeicherung auf und eignen sich daher nicht zur Radiojodtherapie.



Medulläres Schilddrüsenkarzinom

Das medulläre Schilddrüsenkarzinom macht etwa 5 % aller Schilddrüsenkarzinome aus. Es geht von den C-Zellen der Schilddrüse aus, die das Hormon Calcitonin produzieren. Das medulläre Schilddrüsenkarzinom kann mit einer familiären Veranlagung auftreten (MEN Syndrom).

Die Heilungschancen bei einem medullären Schilddrüsenkarzinom hängen vom Ausmaß der Erkrankung ab. Der Calcitoninwert wird als Tumormarker verwendet.

Medulläre Schilddrüsenkarzinome weisen keine Jodspeicherung auf und eignen sich daher nicht zur Radiojodtherapie. Allerdings Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) sind als wirksame Therapieoptionen zugelassen.



Weitere Faktoren, die die Prognose beeinflussen

Neben dem Stadium der Erkrankung beeinflussen auch andere Faktoren die Prognose von Schilddrüsenkrebs. Dazu gehören:

  • Das Alter des Patienten

  • Das Geschlecht des Patienten

  • Die Rauchgewohnheiten des Patienten

  • Die Begleiterkrankungen des Patienten



Früherkennung und Vorsorge

Es gibt keine allgemeingültigen Empfehlungen zur Früherkennung von Schilddrüsenkrebs. Bei Menschen mit einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenkrebs, wie z. B. bei familiärer Veranlagung, kann eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sinnvoll sein.


Eine allgemeine Vorsorgemaßnahme für Schilddrüsenkrebs ist die Jodversorgung . Jod ist ein essentielles Spurenelement, das für die Produktion von Schilddrüsenhormonen benötigt wird. Ein Jodmangel kann das Risiko für Schilddrüsenkrebs erhöhen.



Lebensstilfaktoren

Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Risiko für Schilddrüsenkrebs zu senken. Dazu gehören:

  • Eine ausgewogene Ernährung

  • Regelmäßige Bewegung

  • Nichtrauchen

  • Ein gesundes Körpergewicht



Fazit

Schilddrüsenkrebs ist eine gut behandelbare Erkrankung. Bei frühzeitiger Diagnose und Therapie ist die Heilungsrate bei den meisten Arten von Schilddrüsenkrebs sehr gut.





 
 
 

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