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Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto, Morbus Hashimoto

  • Autorenbild: mate trogrlic
    mate trogrlic
  • 22. Dez. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Definition

Die Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto, auch Morbus Hashimoto genannt, ist eine chronische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Dabei richten sich körpereigene Abwehrzellen, die T-Lymphozyten, gegen die Schilddrüse und zerstören das Schilddrüsengewebe. Die Folge ist eine Unterfunktion der Schilddrüse, die Hypothyreose.


Häufigkeit

Die Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto ist eine der häufigsten Schilddrüsenerkrankungen. Sie tritt etwa bei 5 bis 10 % der Bevölkerung auf, wobei Frauen etwa neunmal häufiger betroffen sind als Männer. Die Erkrankung tritt meist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren auf, kann aber auch in jedem Alter auftreten.


Ursache

Die genaue Ursache der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt. Außerdem scheinen Umweltfaktoren, wie beispielsweise Virusinfektionen, eine Rolle spielen zu können.


Symptome

Die Symptome der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto sind unspezifisch und können auch durch andere Erkrankungen verursacht werden. Zu den möglichen Symptomen gehören:

  • Müdigkeit

  • Antriebslosigkeit

  • Gewichtszunahme

  • Kälteempfindlichkeit

  • Verstopfung

  • Haarausfall

  • trockene Haut

  • Muskelschwäche

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Depressionen



Diagnose

Die Diagnose der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto wird anhand der folgenden Befunde gestellt:

  • Nachweis von Autoantikörpern im Blut: Die wichtigsten Autoantikörper sind die Antikörper gegen thyreoidale Peroxidase (TPO-AK) und die Antikörper gegen Thyreoglobulin (Tg-AK).

  • Schilddrüsenfunktionstest: Bei der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto ist die Schilddrüsenfunktion erniedrigt.

  • Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse: Die Schilddrüse ist bei der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto häufig vergrößert und echoarm.

  • Szintigraphie der Schilddrüse: Bei der Szintigraphie wird der Schilddrüsenstoffwechsel mit Hilfe einer radioaktiven Substanz dargestellt. Bei der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto ist die Schilddrüsenaktivität erniedrigt.


Therapie

Die Therapie der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto besteht in der Gabe von Schilddrüsenhormonen. Die Schilddrüsenhormone ersetzen die fehlenden Hormone der Schilddrüse und stellen die normale Schilddrüsenfunktion wieder her.


Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist bei der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto wichtig. Es sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Jod und Selen geachtet werden. Jod ist wichtig für die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Selen ist ein Antioxidans, das die Schilddrüse vor Schäden durch freie Radikale schützen kann.


Vitamin B12

Bei Patienten mit Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto besteht ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel. Vitamin B12 ist wichtig für die Funktion des Nervensystems. Patienten mit einem Vitamin-B12-Mangel sollten daher regelmäßig ihren Vitamin-B12-Spiegel kontrollieren lassen.


Selen

Selen ist ein Antioxidans, das die Schilddrüse vor Schäden durch freie Radikale schützen kann. Studien haben gezeigt, dass eine Supplementierung mit Selen die Schilddrüsenfunktion bei Patienten mit Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto verbessern kann.


Medikamente

In einigen Fällen kann bei der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto eine medikamentöse Therapie mit Immunsuppressiva notwendig sein. Immunsuppressiva unterdrücken die Immunreaktion des Körpers und können so die Zerstörung der Schilddrüse durch die Autoantikörper stoppen.


Regelmäßige Kontrolle

Patienten mit Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto sollten regelmäßig ihren Schilddrüsenfunktionstest kontrollieren lassen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Schilddrüsenfunktion optimal eingestellt ist.


Komplikationen

Bei unzureichender Behandlung der Autoimmunthyreopathie Typ Hashimoto können folgende Komplikationen auftreten:

  • Myxödem: Das Myxödem ist ein Zustand, der durch eine massive Wassereinlagerung in der Haut und den Schleimhäuten gekennzeichnet ist.

  • Krämpfe: Krämpfe können durch einen Mangel an Schilddrüsenhormonen ausgelöst werden.

  • Schwangerschaftskomplikationen: Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zu Komplikationen bei der Schwangerschaft führen, wie beispielsweise Frühgeburt

 

 



 


 
 
 

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